So kurz wie möglich

Die Sexismusdebatte ist vor allem eine Debatte mit und um Verallgemeinerungen. Indem ich das sage, habe ich auch pauschalisiert.

Pauschalisierendes, d.h. kategorisierendes Denken in Wahrnehmungs- und Kommunikationsprozessen – dazu mal Top-Down/Bottom-up lesen.

sexy camp legs

Es grüßt das Hirn auf dem Paar Beine da rechts im Bild.

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Ich halte Euch auf dem Laufenden 5

Laufen in der Kälte

Da es momentan zwar kalt ist, aber mit -5 bis -7°C für Berliner Verhältnisse noch milde Temperaturen herrschen, halte ich meinen Halbmarathon-Trainingsplan brav ein, inklusive Intervalltraining auf leicht rutschigem Untergrund. Und das lohnt sich.

Am 5.1. lief ich 14,5km in Pace 6:39 Min. pro km; am 20.1. (also heute) lief ich 15km in 1:34:49. Das sind 6:18 Min. pro km im Schnitt, davon schaffte ich 11,5km sogar in 6:08 – das Tempo würde mir für den Marathon im September ja völlig reichen. Jedenfalls eine deutliche Temposteigerung in nur 2 Wochen.

12.1. – 16km, 1:37:00

Ich war bei meinen Eltern zu Besuch. Zum Saaler Mühlen See in Bensberg zu laufen, diesen 10 Mal zu umrunden und wieder zurück, macht mich besonders glücklich. Als ich Teenager war und das nahe gelegene Gymnasium besuchte, schaffte ich von der Schule aus noch nicht mal eine (!) Runde um den See.

R. F. Dlugosch, fotocommunity CC BY 2.0 DE

Foto: R. F. Dlugosch, fotocommunity CC BY 2.0 DE

So sieht der See an der Saaler Mühle im Winter aus. Die Sportlehrer behaupteten ja damals „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unangemessene Kleidung“. Für den Spruch hatte ich sie echt lieb. 30 Jahre später mit den richtigen Funktionsklamotten ausgestattet muss ich zugeben, dass sie recht hatten.

Insgesamt habe ich den Trainingsplan diese Woche (32,5km) komplett absolviert und war wesentlich schneller, als ich sollte. Ich hoffe, das ist o.k. – offenbar läuft der Körper automatisch schneller, wenn’s draußen so kalt ist. Dass ich die letzten 3km heute nicht mehr schnell laufen konnte, lag daran, dass meine Beine einfach zu kalt wurden.

Eiszapfenhaare

Das merkwürdige kratzende Geräusch am Hals nahe den Ohren waren übrigens meine Haarspitzen, die aus der Mütze rausguckten und als Strähnen komplett zu Eiszapfen gefroren waren.

Ich halt Euch auf dem Laufenden 4

Montag, 7.1.2013 – 7,29km 51:25

Hat jemand von Euch eigentlich „Das Tagebuch der Bridget Jones“ gelesen? Irgendwie erinnert mich meine ‚Infozeile‘ immer daran, nur dass bei Ihr Gewicht, Alkoholeinheiten, Zigarettenanzahl und Kalorien (gegessene) standen.

Bundespräsident

Heute musste ich, um auf 50 Minuten zu kommen, eine Extrarunde ums Schloss Bellevue drehen. Wulff war ja nicht wirklich mein Präsident – und dass eine Ehe in die Brüche geht ist ja an sich schon traurig. Aber so richtig traurig finde ich öffentliche Häme und lustige Sprüchlein angesichts der getrennten Wulffens. Die nerven genau so wie lustige Sprüchlein und Häme wegen eines nicht eröffneten Flughafens. Oder Infografiken. Aber ich schweife ab.

Gauck hatte heute ‚Besuch‘. Dumm ist ja, dass die Mannschaftswagen den Motor laufen lassen müssen (damit das Auto nicht von innen beschlägt? damit die Volluniformierten nicht frieren bei den Temperaturen? damit sie sofort eingreifen können?) – umweltfreundlich ist es jedenfalls nicht.

Perwoll für Funktionstextilien, mit "Neutralin"

Perwoll für Funktionstextilien, mit „Neutralin“

„Hauptsache mit Perwoll gewaschen“

Wo wir’s ja gestern schon mit dem Geruchssinn hatten. Die Funktionsklamotten, die man beim Laufen trägt, entwickeln mit der Zeit einen beißenden Geruch. Und das, obwohl ich täglich dusche und die Laufsachen (sofern ich in Berlin bin) spätestens 10 Minuten nach Rückkehr gewaschen werden. Mein Bruder gab mir den Tipp, dass es ein Spezialwaschmittel gebe, dass Abhilfe schafft. Und – ich weiß nicht wie – das tut es wirklich. Hier also die Empfehlung für Perwoll. Voll klasse. Voll neutralisierend das Neutralin. Zurück bleibt in der Wäsche dafür der Duft des Waschmittels (wie bei einem Weichspüler).

Allein: der Name „Neutralin“ für das Wunder-Entstinkungs-Mittel erinnert doch sehr an die Zeit von „Hauptsache mit Perwoll gewaschen“. Das war übrigens auch das Jahrzehnt, in dem Otto Waalkes die Welt der Werbung mit dem Spruch „Denn nur Pornosan enthält Sanoporn“ veralberte.

An solche Sprüche denke ich, wenn ich laufe.

Ich halt Euch auf dem Laufenden 3

Samstag, 5.1.2013 – 14,5km 1:37:00

Ich bin zum ersten Mal seit dem gefühlten Waterloo-Halbmarathon in Fühlingen im Juni 2012 eine Distanz über 10km durchgehend gelaufen. Es war anstrengend wie ein Wettkampf, aber Training soll ja auch anstrengen.

Foto (c) Caroline Kliemt - Avon Frauenlauf (10km) 2010, Berlin, im Tiergarten.

Foto (c) Caroline Kliemt – Avon Frauenlauf (10km) 2010, Berlin, im Tiergarten.

Geruchssinn

Insgesamt bin ich auf der Strecke nur an 6 Rauchern vorbei gelaufen. Schon bei meinem Lauf am 1.1. fiel mir auf, dass momentan wenig geraucht wird. Das liegt wohl an den Neujahrsvorsätzen.

Ich habe ja schon im November aufgehört zu rauchen. Und das, was mir die „Rauchfrei“-App verbal schulterklopfend wenige Tage nach dem Aufhören verkündete („Regeneration der Geruchs- und Geschmacksrezeptoren“) kann ich nur bestätigen. Einer der Raucher, die ich heute überholte, paffte Zigarre. Die habe ich allen Ernstes schon 300 Meter vorher gerochen.

Noch schlimmer sind übrigens einige der zu Weihnachten verschenkten Parfums. Ich laufe deshalb immer noch lieber an Rauchern vorbei als an frisch gestylten Frauen (Herrendüfte gehen meistens, selbst wenn zu dick aufgetragen).

P.S.

Laut meinem Trainingsplan soll ich übrigens so langsam laufen und ich halte mich daran. (Falls sich jemand fragt….)

Ich halt‘ Euch auf dem Laufenden 2

Dienstag, 1.1.2013 – 6,6km 00:48:00

Kennt Ihr den Ostfriesenwitz: „Warum sind in Ostfriesland die Busse 10 Meter breit und 2m tief? Weil alle in der ersten Reihe sitzen möchten.“ An den muss ich IMMER denken, wenn ich sonntags oder feiertags durch den Tiergarten oder über andere Spazierwege laufe. Heute war der Rekord, dass eine siebenköpfige Gruppe nebeneinander ging. Grrrrrrrr, grrrrrrr. Aber für Halbmarathon und Marathon muss man auch ausweichen und schubsen lernen.

Foto

Meine ❤ Mizuno Wave Precision „Cherry Blossom“

Donnerstag, 3.1.2013 – Intervalltraining, 6,5km 00:44:46

Intervalltraining mit dem Körpergefühl eines Flußpferdbabys (an Land). Da kann man schon mal an die Maximalpulsgrenze gehen. Und das Hirn spielt mir einen Streich und parodiert Robert Gernhardt.

Ich leide an Versagensangst,

beim Lauf in Intervallen.

Die Angst, die ließ mich schon manchmal

beim Sprechen schnaufend atmen.